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Auf der Jagd nach einer Therapie gegen die MS!

Nachdem der erste Schock überwundern war, suchte ich jede Information, die ich über diese Krankheit finden konnte.
Es konnte doch nicht so sein, dass man die MS einfach so als Schicksalsschlag akzeptieren musste. Also machte ich und meine komplette Umgebung auf die Suche nach einer geeigneten Therapie.
Das war aber nur mit Enttäuschungen verbunden
Es gab wirklich nichts, außer Cortison im Falle eines Schubes. Natürlich fand man diese oder jene Therapie, für die in verschiedenen Zeitungen, Zeitschriften oder auch im Fernsehen "geworben" wurde.
Aber bei kritischer Betrachtung stellte sich immer heraus, dass die Therapie nur einem hilft, nämlich demjenigen der sie für teures Geld anbot.
Schon bald kam ich zu einer ganz einfachen Beurteilung der Therapien, die dort angeboten wurden:
Wie teuer ist sie? Wie viel Geld wollen sie haben?
Ich finde es schlimm, dass es Menschen gibt, die bei einem schwer kranken Menschen Hoffnungen wecken und versuchen damit viel Geld zu verdienen.
Aber dann fand ich eine Therapie, die zwar gravierende Nebenwirkungen mit sich brachte, aber wirklich den Fortschritt der Krankheit unterdrücken konnte.
Der Wirkstoff heißt Azathioprin und das Medikament Imurek
Imurek wurde entwickelt, um nach Organtransplantationen die Abstoßreaktion des Immunsystems zu unterdrücken.
So lange ich dieses Medikament eingenommen habe, konnte ich die MS vergessen.
Ich habe während dieser Zeit monatlich mein Blut untersuchen lassen und es wurden keine ungewöhnlichen Veränderungen festgestellt.
Aber nach ca. vier Jahren kamen die starken Neberwirkungen zum Tragen. Durch das Medikament war das Knochenmark so weit geschwächt, dass ich akuter Bluter war. Das war bei den Blutuntersuchungen nicht aufgefallen, denn es wurden immer nur die Anzahl der Leukozyten aber nie die Anzahl der Thrombozyten untersucht.
Es fiel mir dadurch auf, dass ich stundenlang oder tagelang blutete, wenn ich mich mal beim rasieren geschnitten hatte.
Ich hatte auch Blutergüsse in der großen Gelenken.
Ich musste das Medikament absetzen und habe noch ca. ein Jahr versucht das Medikament weiter nehmen zu können.
Aber es ging nicht, denn sobald ich wieder eine Tablette eingenommen hatte, verschlechterte sich wieder mein Blutbild. Es ging einfach nicht mehr!
Als ich endlich einsah, dass es nicht mehr ging, bekam ich den vorhergesagten Absetzschub und der war heftig und ließ sich auch nicht mit den seinerzeit angewendeten Dosen Cortison abbremsen.
Und von da an gallopierte meine MS.


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